Viertes Schulentwicklungsprojekt der Lindenparkschule

Tipps für Lehrerinnen und Lehrer, die in Schulsituationen häufiger in Gebärdensprache dolmetschen

Oftmals müssen Lehrer/innen, UEFA-Kräfte und Erzieher/innen an der Lindenparkschule als Dolmetscher/innen fungieren, obwohl sie dies nie gelernt haben. So zum Beispiel bei Veranstaltungen, in Konferenzen, in Elterngesprächen, bei Veranstaltungen rund um die Berufsorientierung, bei SMV-Zusammenkünften oder Turnieren. Denn nicht immer sind geprüfte Gebärdensprachdolmetscher/innen vor Ort bzw. werden nicht in allen Situationen finanziert. Daher hat uns schon immer interessiert, was man beim Dolmetschen beachten muss.
Hierzu haben wir uns für den Nachmittag des 5. Feb. 2016 Frau Prof. Dr. Uta Benner eingeladen, welche sowohl Gebärdensprachdolmetscherin als auch Linguistin ist und zur Zeit an der Hochschule Landshut den Bachelorstudiengang “Gebärdensprachdolmetschen” eingeführt hat, Studiengangleiterin und erste Professorin an der Hochschule für Gebärdensprachdolmetschen ist.
Inhaltlich lernten wir Vieles über kulturellen und sprachliche Hintergründe, als bedeutungsbeeinflussende Faktoren, als auch über Faktoren, wie Setting, Zweck, Teilnehmer, Sprach, Zuhörer und Kultur. Wir lernten viel über Prosodie und die Übertragung dieser in DGS, über Sprachvarianten und das Rollenverständnis. Als praktische Übung erstellten wir zu einem vorgegebenen Text ein skizziertes Storyboard, um Inhalte bildlich zu veranschaulichen.
In unserem dreistündigen Kurs wurden zum Schluss noch alle unsere Fragen beantwortet, die sich z.B. auf die Ankündigung von Rednerwechsel, das Siezen und Duzen, die Neutralität des Dolmetschers und auf vielfach erlebte Rollenkonflikte usw. bezogen.
Gerne würden wir diesen Kurs mit noch mehr praktischer Anleitung fortsetzen!

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