Artikulation

Die Förderung der Kommunikationsfähigkeit ist ein Grundprinzip der Hörgeschädigtenpädagogik. Dabei ist die elementare Bedeutung der Lautsprache zur aktiven Teilhabe an unserer Gesellschaft unumstritten. Der größte Teil unserer Schülerinnen und Schüler erhält ein an der Lautsprache orientiertes Bildungsangebot. Die lautsprachliche Förderung ist ein Grundpfeiler des Unterrichts.

Zur Entwicklung einer Lautsprachkompetenz, die barrierefreies Kommunizieren ermöglichen soll, werden grundlegende Kenntnisse zur Lautbildung und zur Sprechkorrektur bedarfsorientiert angeboten. Als Förderschwerpunkt geschieht dies sowohl unterrichtsimmanent als auch unterrichtsbegleitend. Die unterrichtsbegleitende Einzelartikulation wird in enger Kooperation mit allen am Bildungsprozess Beteiligten angeboten und durchgeführt.

Bei allen sprechverbessernden Maßnahmen ist es das Ziel, lautsprachlich aktiv und durch verständliches Sprechen barrierefrei kommunizieren zu können
(s. Bildungsplan für Hörgeschädigte 2011, S. 24).

Als Unterstützungssystem für diese Maßnahmen wird das PMS
(P honembestimmtes M anual s ystem nach Prof. Dr. Klaus Schulte) eingesetzt, das sprechnotwendige Informationen durch verschiedene Lautgebärden auf visuell-motorischer Grundlage vermittelt. Es stellt eine Sprechlehr- und -lernhilfe für die Phoneme der deutschen Sprache dar und wird zur Sprechanbahnung, zur Verdeutlichung der Aussprache, zur Sprechkorrektur und als Artikulationshilfe verwendet.

Miteinander